Hin und wieder fühle ich mich wie ein sehr junger, sehr zukunftsgewandter Mensch. Immer dann nämlich, wenn ich mich mit meinen beiden Freundinnen treffe, die nicht bei Twitter sind und nicht auf Instagram. Ich kann ihnen dann zum Beispiel erzählen, dass eine gemeinsame Bekannte sich jetzt wegen ihrer Depressionen behandeln lässt.

Das weiß ich von Instagram, wo die Bekannte einen langen Post über ihre Krankheit geschrieben hat. Oder ich erzähle von einem sehr klugen Kommentar aus irgendeinem amerikanischen Magazin, zum Beispiel über den brasilianischen Präsidenten, den ich mit Sicherheit niemals gelesen hätte, wenn den Link nicht jemand auf Twitter gepostet hätte. 

Hin und wieder fühle ich mich aber auch hoffnungslos altmodisch. Immer dann nämlich, wenn ich mich mit jemandem treffe, der zwischendurch kurz etwas als Story auf Instagram postet. Oder Snapchat benutzt. Oder Periscope. Oder auf Twitter mehrere hundert Follower hat, mit denen er mehrmals am Tag seine Gedanken teilt.

Seit Robert

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