Athanasios Vafeidis, 50, Professor am Geographischen Institut der Universität Kiel und Experte für Küstenschutz im Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft", über eine neue Studie zur Überflutungsgefahr durch den Klimawandel

SPIEGEL: Im Fachmagazin "Nature Communications" warnen Forscher davor, dass aufgrund der globalen Erwärmung weit mehr Menschen als bislang gedacht durch Überflutungen bedroht seien.

Vafeidis: Die Studie präsentiert für die Fachwelt hilfreiche neue Methoden. Aber ich wäre vorsichtig mit den Schlussfolgerungen, was die Anzahl der Menschen angeht, die durch einen steigenden Meeresspiegel gefährdet sind.

SPIEGEL: Inwiefern hilft der neue Ansatz?

Vafeidis: Eine der großen Unsicherheiten lag bislang immer in den verfügbaren Geländemodellen. Diese basierten häufig auf Vermessung der Erdoberfläche durch Satelliten, konnten für einzelne Orte aber recht ungenau sein; denn die Radarsignale werden mitunter nicht vom Erdboden selbst reflektiert, sondern von Dächern, Baumkronen oder Büschen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2019.
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