Im Mokrjanske-Wald geht es offenbar nicht mit rechten Dingen zu. Nach dem Tipp eines Waldarbeiters brechen der Umweltaktivist Dmytro Karabtschuk und seine Mitstreiter in die abgelegenen ukrainischen Karpaten auf, um sich ein Bild von der Abholzung zu machen.

Über eine unbefestigte Huckelpiste erreichen sie einst dichte Wälder, in denen sich nun kahle Flächen ausbreiten wie Krebsgeschwülste. Als die Umweltaktivisten eine Brücke über ein Flüsschen überqueren wollen, tauchen plötzlich Waldarbeiter auf und blockieren die Zufahrt zur Rodungsstelle. Die muskelbepackten Männer sind außer sich vor Wut, sie fürchten um ihren Job.

Erst in der Morgendämmerung gelingt es einigen der Naturschützer, sich in das abgeriegelte Waldstück zu schleichen. Durch die Nebelschwaden sehen sie heimlich dabei zu, wie Baum um Baum fällt. "An diesem einen Vormittag haben sie über hundert Nadelbäume gefällt", sagt Karabtschuk, der für ein ukrainisches Waldschutzprojekt des World Wide Fund for Nature arbeitet. "Und das

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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