An den unsichtbaren Dreck, den der Wind in seiner Stadt verteilt, wird Thomas Jühe bis zu 700-mal am Tag erinnert. So oft überqueren Passagier- oder Frachtmaschinen das hessische Raunheim, wenn sie von Westen den Frankfurter Flughafen anfliegen.

Jühe, 55, ist seit fast zwei Jahrzehnten Bürgermeister in Raunheim. Bisher kämpfte er vor allem gegen den infernalischen Lärm der Jets, die ab fünf Uhr morgens über die Häuser donnern. Doch inzwischen weiß der SPD-Politiker, dass Menschen in Flughafennähe mit einer Belastung leben, die wohl noch größer ist als die Wirkung brachialer Schallwellen.

An einem Spätsommertag steht Jühe vor einem Container voller Messgeräte, mit denen die hessische Landesumweltbehörde gängige Luftschadstoffe misst: Stickoxide, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Feinstaub. Bis zum Flughafen sind es etwa fünf Kilometer. Jühe war immer klar, dass die Luft in der Einflugschneise des größten deutschen Flughafens nicht so gesund sein kann wie in einem Kurort. Doch nun hat die hessische

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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