An einem Frühlingstag, der für seine Diplomatenkarriere nicht unwichtig ist, trägt Christoph Heusgen ein knallrotes Fußballtrikot. Auf dem Rasen neben dem Uno-Hochhaus in New York spielen Ende Mai vier Mannschaften aus vier Weltregionen, einige frühere Profis kicken mit, der deutsche Uno-Botschafter Heusgen steht im Tor. Es soll eine Werbung für den Fußball sein, aber vor allem eine für Deutschland, den Veranstalter des Turniers.

Wenige Tage später entscheidet die Uno-Vollversammlung, welche Länder als nächste in den Sicherheitsrat der Weltorganisation einziehen dürfen. Mit 184 von 193 Stimmen wird Deutschland gewählt; seit dem 1. Januar gehört es nun wieder zu den 15 Mitgliedern der exklusiven Runde.

"Wir sind mit einer klaren Agenda angetreten", sagt Heusgen in seinem luftigen Eckzimmer oben im "German House", nicht weit vom Uno-Hauptquartier. Viele Staaten hätten sich für die deutschen Ideen interessiert: "Wir werden auf einen umfassenden Sicherheitsbegriff dringen. Es müssen auch Konfliktverhütung,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 2/2019.
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