Als Katarina Barley am Montagmittag im Willy-Brandt-Haus vor die Presse tritt, wirkt sie, wie Katarina Barley immer wirkt: fröhlich, munter, schlagfertig. Gut gelaunt skizziert die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, wie sie den Kontinent ein bisschen gerechter machen will. Nicht einmal über ihren Konkurrenten, den CSU-Politiker Manfred Weber, möchte sie ein schlechtes Wort verlieren: "Och, ehrlich gesagt: Ich habe mein ganzes Leben lang eigentlich eher für mich als gegen andere gekämpft. Das will ich weiter so halten", sagt sie. Und lächelt.

Da ist die Welt noch in Ordnung, doch zwei Tage später, am Mittwoch, ist es damit vorbei. Da schlagen der fröhlichen Justizministerin plötzlich Empörung, Wut und Enttäuschung entgegen. Von "Vertrauensbruch" twittert der YouTube-Star LeFloid, von "Frechheit" und einer "unfassbaren Ignoranz seitens der Regierung".

Einer seiner Kollegen schäumt, ebenfalls auf Twitter: "Die CDU hat den Koalitionsvertrag gebrochen und die SPD-Ministerin hat trotz schwerer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 9/2019.
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