Kaum waren die Köpfe von den Leibern getrennt, da begannen die Vorbereitungen für die Wiederbelebung. Die Schlachter luden die blutigen Schweineköpfe in einen bereitstehenden Kühllaster, der sie schnellstmöglich ins Labor von Nenad Sestan lieferte. Die Forscher dort warteten bereits mit der Knochensäge. Ihr Ziel: Sie wollten ausprobieren, wie viel Leben sie im Gehirn dieser Schweine noch würden retten können.

Für Sestan begann damit eine abenteuerliche Reise ins Grenzland zwischen Leben und Tod. Der Weg führte durch ein Minenfeld voller heikler ethischer Fragen: Was ist Leben? Was ist Bewusstsein? Was ist Leid? Und vor allem: Wo verläuft jene Linie, die er auf keinen Fall würde übertreten dürfen?

Sechs Jahre lang hat der Neurowissenschaftler der Yale-Universität im amerikanischen New Haven auf den großen Moment hingearbeitet, an dem er mit seinen Befunden an die Öffentlichkeit treten würde. Am Mittwoch war es endlich so weit. Den ganzen Tag lang wurde er mit den immer gleichen Fragen bestürmt,

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2019.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!