Im US-Bundesstaat Ohio läuft ein Mammutverfahren gegen die Pharmabranche. Dabei kommt heraus, wie Hersteller und Lieferanten offenbar die Opioidkrise forciert haben: Von 2006 bis 2012 wurden demnach etwa 76 Milliarden opioidhaltige Schmerztabletten ausgeliefert.

Ein Epizentrum der amerikanischen Drogenkrise war anscheinend eine Dorfapotheke an einem Grenzfluss zwischen West Virginia und Kentucky. Von 2006 bis 2012 brachte eine Filiale des Strosnider Drug Store gut 13,2 Millionen süchtig machende Schmerztabletten unter die Leute. Zum Höhepunkt der Opioid-Epidemie wurden allein an dieses eine Geschäft im Ort Kermit - dort gibt es keine 400 Einwohner - ein Drittel aller Pillen im gesamten Bezirk geliefert.

Dieser Bezirk namens Mingo findet sich auf einer unrühmlichen Liste, die nun erstmals bekannt geworden ist. Die dünn besiedelte frühere Bergbauregion gehört zu den Ecken der USA, in denen damals die meisten opioidhaltigen Schmerzmittel ausgeliefert wurden - in diesem Fall allein fast 40 Millionen

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