Die Nachrichten aus Teheran erinnern an längst überwunden geglaubte Zeiten – und wecken neue Sorgen vor einer militärischen Eskalation am Golf. Am 7. Juli verkündete Irans Atomenergiebehörde, dass sie Uran höher anreichern werde, als das Nuklearabkommen erlaubt – auf mehr als 3,67 Prozent.

Alle 60 Tage will das Land jetzt weitere Beschränkungen des Abkommens überschreiten – solange die anderen Vertragspartner ihre Verpflichtungen nicht einhalten. So hatte es Präsident Hassan Rohani am 8. Mai angekündigt. Die USA waren bekanntlich vor einem Jahr aus dem Deal ausgestiegen, erwarten von Iran aber weiterhin, dass es seine Verpflichtungen einhält. Die nächste iranische Frist läuft Anfang September ab. Danach könnte das Land laut einem Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde mehr oder bessere Zentrifugen einsetzen oder Uran sogar wieder auf 20 Prozent anreichern.

Vor dem Abschluss des internationalen Atomabkommens 2015 hätte Iran innerhalb von rund drei Monaten Spaltmaterial für eine Bombe herstellen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2019.
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