Im Kalten Krieg der Fünfziger- und Sechzigerjahre gab es eine Reihe von Staaten, die weder der Nato noch dem Warschauer Pakt angehören wollten: Jugoslawien zum Beispiel oder Indien. Ihre sogenannte Blockfreien-Bewegung trat für Abrüstung und friedliche Koexistenz ein und suchte nach einer Alternative in einer polarisierten Welt, die ständig am Abgrund des Atomkriegs balancierte.

Nun, da ein kalter Wirtschaftskrieg zwischen China und den USA ausgebrochen ist, wird wieder eine Blockfreien-Bewegung gebraucht, diesmal eine der ökonomischen Art. An ihrer Spitze sollten die Europäer stehen, und die ersten Signale dafür könnte der G-20-Gipfel an diesem Wochenende aussenden. Während US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping einander mit der wirtschaftlichen Massenvernichtung eines totalen Handelskriegs bedrohen, sollten die Teilnehmer aus Brüssel, Berlin oder Paris ein Bündnis gegen Protektionismus und Nationalismus auf den Weg bringen. Eine Achse der Vernunft, die mit

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