Wenige Stunden nachdem er sich zum Übergangspräsidenten ausgerufen hatte, gab Juan Guaidó über Twitter seine erste Amtshandlung bekannt: In einem Brief mit Staatswappen forderte er alle diplomatischen Vertreter auf, im Land zu bleiben. Präsident Nicolás Maduro hatte zuvor verkündet, dass alle US-Diplomaten innerhalb von 72 Stunden Venezuela verlassen müssten, nachdem Donald Trump den 35-jährigen Guaidó als Staatschef anerkannt hatte.

Noch am Mittwochabend erklärte Washington, die Diplomaten blieben – es war ein erster Sieg für Guaidó. Ein zweiter, dass Maduro ihn bis Donnerstagnacht nicht festnehmen ließ.

Unterschrieben hatte Guaidó das Dokument als "Präsident der Nationalversammlung und Präsident (E) der Bolivarianischen Republik Venezuela". Das E steht für "encargado", "amtsführend" – es soll darauf verweisen, dass er nur so lange das höchste Amt im Staate ausübt, bis es Neuwahlen gibt. Zumindest auf dem Papier verfügt Venezuela jetzt über zwei Präsidenten und zwei Machtzentren. Das wird

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 5/2019.
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