Am Donnerstag vergangener Woche war Herbert Diess mal wieder so richtig in Fahrt. Da stand der VW-Chef in Wolfsburg vor 300 Betriebsräten und donnerte los. Volkswagen, so ließen sich Diess' Aussagen interpretieren, hat die schlimmste Krankheit befallen, die ein Unternehmen in Zeiten des technischen Wandels erwischen kann: Stillstand.

Die Ertragskraft schwinde, sagte Diess laut Teilnehmern. Die Verwaltung sei "sehr bürokratisch". Beim Bau neuer Fahrzeuge gebe es Softwareprobleme. "So was kenne ich aus meiner früheren Zeit nicht", befand der Ex-BMW-Manager. Das alles führe dazu, "dass wir heute nicht viel sicherer dastehen als vor zwei oder drei Jahren". Der Umbau des weltgrößten Autoherstellers gehe viel zu langsam voran.

Diese Botschaft vermittelt Diess seinen Mitarbeitern seit Monaten immer wieder. Die Betriebsräte empfinden solche Aussagen als Unverschämtheit. Nicht die Belegschaft trage die Schuld, sondern das Topmanagement, Diess eingeschlossen. Betriebsratschef Bernd Osterloh wirft der

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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