Die Firma Neue Halberg-Guss (NHG) ist eigentlich ein kleines Rädchen in der Maschinerie der globalen Fahrzeugindustrie: 2200 Mitarbeiter fertigen in Saarbrücken und Leipzig Kurbelwellen, Motorblöcke und andere Gussteile für die Pkw- und Nutzfahrzeugbranche.

Doch als bei der NHG im Sommer sechs Wochen lang gestreikt wurde, sorgte das kleine Rädchen dafür, dass eine ganze Branche ins Stocken kam: Der Autohersteller Opel zog Werksferien vor, dem Motorenbauer Deutz drohten Produktionsausfälle, die wohl dazu geführt hätten, dass Kunden wie Agco, Kion oder Putzmeister die Motoren für ihre Mähdrescher, Gabelstapler und Baumaschinen ausgehen.

Es wurde klar, dass der Ausfall eines kleinen Rädchens das hochkomplexe Netz der Auto- und Zulieferindustrie innerhalb kürzester Zeit blockieren und damit zu Lieferausfällen und enormen Umsatzeinbußen führen kann.

Eine Gefahr, die immer noch akut ist: Seit einigen Tagen steht die Produktion bei der NHG erneut still. Einige Lieferanten wollen lediglich gegen Vorkasse

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 43/2018.
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