In einem Hinterhof im Hamburger Szeneviertel Ottensen arbeitet einer der größten Gegner des VW-Konzerns, ein Start-up namens myRight. 25 Mitarbeiter – Juristen, Betriebswirte, Programmierer – setzen von hier aus ein Weltunternehmen unter Druck. Sie haben die Forderungen von mittlerweile 45.000 Dieselgeschädigten gesammelt und fordern vom Autobauer eine Milliarde Euro, inklusive Zinsen, als Schadensersatz.

Alles sieht hier lässig, fast spielerisch aus. Graffiti an den Hauswänden, Tischtennisplatte, alte Sofas. Tatsächlich verfolgt das Start-up ein aggressives Geschäftsmodell. Geschädigte VW-Kunden können ihre Ansprüche an myRight abtreten. Der Rechtsstreit ist für die Kunden kostenlos, im Erfolgsfall kassiert myRight allerdings 35 Prozent der Entschädigung – womöglich also mehrere Hundert Millionen Euro. Die Kosten für den Rechtsstreit übernimmt ein Prozessfinanzierer.

Das Start-up, das der Berliner Firma financialright gehört, wird für VW allmählich gefährlich: Immer öfter stellen Richter

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 15/2019.
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