In der vorigen Woche machten Reiner Haseloff und sein Innenminister Holger Stahlknecht, zwei bislang verkannte Großstrategen der deutschen Politik, eine Mitteilung. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt wollte die AfD bekämpfen und deren Anhänger zur CDU zurückholen. Dafür sollte der Chef der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, zum Staatssekretär im Innenministerium ernannt werden.

Wendt gilt als rechte Kanone unter den Polizisten. Er empfahl den Bau eines Grenzzauns zu Österreich und benutzt seit Jahren das Vokabular der AfD. Wenn Wendt vor jungen Muslimen warnt, zu deren "genetischen Grundbausteinen" die Diskriminierung von Frauen gehöre, schlottern den Pegida-Männchen zuverlässig die Knie.

Wie Haseloff glaubte, einen solchen Scharfmacher seinen Koalitionspartnern von SPD und Grünen schmackhaft machen zu können, bleibt sein Geheimnis. Genauso realistisch wäre der Versuch, Jutta Ditfurth dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als Staatssekretärin unterzujubeln. Wendt wurde abgelehnt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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