Der Ausdruck ist schon über 40 Jahre alt, aber wenn Chinas Propaganda eine Gruppe von Regimegegnern ächten will, holt sie ihn immer wieder aus dem Fundus: „si ren bang“, die „Viererbande“. Nun rückt Peking mit diesem Kampfbegriff drei betagten Herren und einer älteren Dame aus Hongkong auf den Leib. 

Gemeinsam bringen sie es auf ehrwürdige 297 Lebensjahre, doch für Pekings Staatsmedien sind sie die „neue Viererbande“, die hinter der Protestbewegung in Hongkong steckt: Die Anwälte Martin Lee, 81, und Albert Ho, 67, der Verleger Jimmy Lai, 70, und die frühere Spitzenbeamtin Anson Chan, 79, kollaborierten mit „westlichen Anti-China-Kräften“ und hetzten die Jugend der Stadt zum Widerstand gegen das Vaterland auf, schreibt die Pekinger „Volkszeitung“. Am „Schandpfahl der Geschichte“ seien bereits Plätze für sie reserviert – und die Drahtstifte, um sie dort festzunageln. 

Als „Viererbande“ war ursprünglich eine Gruppe um Mao Zedongs letzte Frau Jiang Qing bezeichnet worden, die man für die Gewaltexzesse

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