Um zu zeigen, wie ein Wald aussieht, in dem viel gejagt wird, fährt Lutz Freytag gern tief in seinen Forst. Es geht auf einem holprigen Sandweg vorbei an versteckten Bunkern aus der Sowjetzeit, eine Eule fliegt aufgeschreckt über den Weg. Schon nachmittags ist es dämmrig zwischen den dicht stehenden Laubbäumchen. Rund 330 Hektar besitzt Freytag hier im brandenburgischen Hohenleipisch - und keinen einzigen Wildzaun.

"In meinem Wald jagen wir so intensiv, dass die Naturverjüngung mittlerweile ohne Zaun funktioniert – die jungen Laubbäume wachsen jetzt wie Haare auf dem Hund", sagt Freytag. Manchmal sei es deswegen schon schwierig, durch die dichten Bäume überhaupt Wild zu erkennen. Für ihn ist klar: Ohne intensive Jagd hätten Rehe und Rotwild seine jungen Bäume systematisch aufgefressen. Er sagt: "In Deutschland geht der Waldumbau nicht ohne Gewehr."

Doch über diese Frage sind Förster, Waldbesitzer und Jäger seit Jahrzehnten tief entzweit. Mehr Jagd fordern die einen, auf die bereits hohen

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