Im Großen Saal des Landesgerichts Bozen wurde am Donnerstag einer der mysteriösesten Dopingfälle verhandelt. Auf der Anklagebank saß ein ehemaliger Volksheld: Alex Schwazer, 34, Olympiasieger 2008 im Gehen aus Südtirol.

Seine Gegner: die Mächtigen. Die Fila, der italienische Leichtathletikverband, der internationale Leichtathletikverband IAAF, die Welt-Antidopingagentur Wada. Der Vorwurf: Sportbetrug. In Schwazers Urin fanden sich 2016 Spuren von synthetischem Testosteron.

"Ich habe nicht gedopt", sagt Schwazer. Der Leichtathlet fühlt sich nicht als Täter, er sieht sich als Geschädigter. "Ich bin Opfer eines Komplotts von höchster Stelle."

Bei der Affäre geht es im Kern um 16 Milliliter Urin in zwei Flakons und die Interpretation dessen, was sich darin befindet. In den Händen des Richters liegt nun ein gentechnisches Gutachten, das er für die Klärung des Falls beauftragt hatte. Es gibt Aufschluss über den Gehalt an DNA in den Urinproben. Und es macht den Fall Schwazer noch komplexer.

Aus dem

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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