Rafał Trzaskowski sitzt erschöpft in seinem alten Abgeordnetenbüro an der Warschauer Piękna-Straße, neben ihm türmen sich Umzugskartons. Darin hat er etliche Tausend seiner Bücher verstaut, sie werden gleich ins Rathaus abtransportiert. Er muss jetzt seine Sachen packen, die Heizung ist schon abgestellt.

Der neue Hoffnungsträger des liberalen Polen empfängt im Chaos. Trzaskowskis Bart ist einen Tag zu lang, seine Gesichtsfarbe eher grau. Er trägt Anzug, die Krawatte ein bisschen zu locker, dazu Schuhe der Marke Dr. Martens. Ein harter Wahlkampf liegt hinter ihm. Wochenlang hat er für kostenfreie Kinderkrippen geworben, für mehr Grün in der Stadt und bessere öffentliche Verkehrsmittel. Die Hauptstadt müsse endlich den Smog loswerden.

"Warschau hat sich in den Jahren des ununterbrochenen Booms unglaublich verändert", sagt er inmitten der gepackten Kartons. "Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass dies auch gut für die Menschen ist."

Das großstädtische Polen vertraute dem 46-Jährigen, der für die

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 51/2018.
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