Im Zenit einer Managerkarriere zu promovieren, fördert kaum noch das Prestige. Noch seltener ist es ein Gewinn für die Wissenschaft. Im Falle des VW-Ingenieurs Jens Andersen kam immerhin eine relevante Erkenntnis heraus.

Der studierte Maschinenbauer zählte zu den führenden Köpfen der Antriebsstrategie in Europas größtem Autokonzern, als er im Mai 2014 den Doktortitel erhielt. Seine Dissertation klärte eine der wichtigsten Fragen der mobilen Zukunft: Welcher Antrieb hat bessere Aussichten – Strom oder Erdgas?

Das Ergebnis fiel klar aus: Andersen attestierte dem Erdgasauto "die niedrigsten CO2-Vermeidungskosten"; das E-Mobil, schrieb er, würde "die Ergebnisqualität negativ beeinflussen". Die Batterietechnologie sei noch nicht wettbewerbsfähig.

Erdgas besteht vorwiegend aus Methan und ist schon als fossiler Rohstoff relativ klimafreundlich, weil es weniger Kohlenstoff enthält als Benzin und Diesel. Darüber hinaus lässt sich Methan aus Reststoffen herstellen; dann ist es nahezu klimaneutral. Und

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 14/2019.
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