Paul Achleitner mag es harmonisch. Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank nimmt es deshalb schon mal persönlich, wenn im Kontrollgremium von Deutschlands größter Bank keine Einigkeit herrscht.

Die Aufsichtsratssitzung am vergangenen Donnerstag wird ihm da einiges abverlangt haben. Auf der Tagesordnung stand offiziell vor allem Routine, aber letztlich drehte sich alles um den möglichen Zusammenschluss der Immer-noch-Nummer-Eins mit der eher belächelten Commerzbank. Es wäre eine Fusion, so sehen das viele bei der Deutschen Bank, unter ihrer Würde.

Gewerkschafter hatten schon in den Tagen zuvor ihre Abneigung gegen die Idee erklärt. Aktionärsvertreter waren verärgert, weil sie zuerst aus der Presse erfahren hatten, dass der Vorstand Fusionsgespräche mit der Konkurrenz aufnehmen wird.

Achleitner ist neben Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die treibende Kraft hinter der Idee, einen "nationalen Champion" zu schaffen. In der Bank hat sich jedoch herumgesprochen, dass Vorstandschef Christian

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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