Das Aktionsbündnis Nichtrauchen trägt die noblen Absichten schon im Namen: Die vereinigten Kämpfer gegen die Tabaksucht, das müssen ja wohl die Guten sein. 15 Institutionen gehören zu dem Verein, darunter die Bundesärztekammer, das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg und wichtige Fachgesellschaften der Herz- und Lungenärzte.

Alle haben unbestritten ihre Verdienste. Die Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Martina Pötschke-Langer, stieg in Jahren zäher Kämpfe zur führenden Aktivistin gegen das Rauchen auf. Zuletzt ging die Ärztin aber auch, mit befremdlichem Furor, gegen die weit weniger schädliche E-Zigarette vor.

Nun stellt sich heraus: Das Aktionsbündnis Nichtrauchen, kurz ABNR, hat schon vor dieser Zeit heimlich Geld von der Pharmaindustrie angenommen - und seitdem setzt es sich für deren Interessen ein.

Im Jahr 2005 ging eine Großspende des US-Konzerns Pfizer ein: 180.000 Euro, gedacht für den Aufbau eines Lobbybüros in Berlin. Das belegen interne Dokumente, die dem SPIEGEL vorliegen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2019.
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