Ach, die Nebenwirkungen wären wirklich schön. Wenn das Gesetz tatsächlich käme, das Justizministerin Katarina Barley (SPD) vorgeschlagen hat, um den Anteil von Frauen im Bundestag zu erhöhen; dieses Gesetz, das die Parteien verpflichten würde, auf ihren Listen alternierend Männer und Frauen zu nominieren – dann würde sich vieles ändern.

Die Parteien müssten sich, vom Ortsverein aufwärts, um Frauen bemühen. Sie müssten die Zeit der Hinterzimmerpolitik beenden, über die SPIEGEL-Reporter Jürgen Leinemann einmal sagte, dass sie "einen Sitzarsch, ein unglaublich gutes Gedächtnis und eine gute Leber" verlange. Nicht zu vergessen die "belastbare Blase", der Heide Simonis, die erste Ministerpräsidentin in der Bundesrepublik, einst einen Teil ihres Erfolges zuschrieb. Die Großkopferten in den Parteien müssten sich umschauen, gezielt, aktiv: Ist da noch eine, die man zu uns holen, der man mehr zutrauen kann? Interessant wäre auch zu sehen, ob eine Partei klagen würde gegen mehr Frauenbeteiligung:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 47/2018.
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