Als der Preis seiner Taube bei einer halben Million Euro lag, griff der Rentner Joël Verschoot seine Matratze und trug sie hinein in den Taubenschlag. Er legte sich in den Geruch von Kot und schlief dort sieben Nächte lang. Taubenkot ist aggressiv, in ihm kann ein Pilz entstehen, der sogar in Gestein hineinwächst. Aber Verschoot wollte handeln, seine Taube bewachen, sie vor Dieben schützen.

Joël Verschoot ist 63 Jahre alt, das Haus, in dem er seine Geschichte erzählt, steht in einer kleinen Stadt, sie heißt Ingelmunster und liegt in Westflandern, Belgien. Es ist knapp fünf Wochen her, da berichteten Zeitungen aus aller Welt über ihn, den gelernten Schlachter, der eine Taube gezüchtet hatte, teurer als vier Lamborghini. Die teuerste Taube der Welt.

Doch eine Taube kommt nicht mit Preisschild auf die Welt, sie muss viele Rennen erfolgreich fliegen, dann steigt ihr Wert, sie darf sich dabei nicht in einem Stromkabel verheddern oder im Nebel verirren. So war es auch bei dem Vogel mit der Kennziffer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2019.
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