SPIEGEL: Frau Stumpp, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat die Ergebnisse des "Alkoholsurvey 2018" vorgestellt. Die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, nimmt seit Jahren ab. Wieso ist das so?

Stumpp: Die Jugendlichen heute fühlen sich sehr stark unter Druck, in ihrem Leben etwas zu erreichen, und sagen ganz klar, dass sie es sich gar nicht leisten können, sich nur wegzuschießen und Party zu machen. Das wäre eine soziokulturelle Erklärung. Es hat sich aber vor allem viel getan in der Prävention.

SPIEGEL: Inwiefern?

Stumpp: Als ich 2008 begonnen habe, zu diesem Thema zu forschen, gab es einen Medienhype um das sogenannte Komasaufen in allen TV-Sendungen und im Internet. Daraufhin hat die Politik das Thema aufgegriffen. Es wurde dann nicht mehr nur auf die Zahlen geschaut, sondern auch auf die tiefer liegende Motivation von Jugendlichen: Warum trinken die überhaupt?

SPIEGEL: Und, warum tun sie's?

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2019.
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