SPIEGEL: Herr Klews, voriges Jahr war Ostern Anfang April, nun feiern wir drei Wochen später. Wie kommt das?

Klews: Wann Ostern ist, definierte 325 nach Christus das Konzil von Nicäa, eine Art Theologenkonferenz. Seitdem wird das Osterfest immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert. Das ist die Faustregel. Aber in diesem Jahr ist es anders.

SPIEGEL: Wieso?

Klews: Das liegt am sogenannten Osterparadoxon, einem Widerspruch zwischen kirchlichem und astronomischem Kalender. Die Gelehrten bestimmten damals der Einfachheit halber den 21. März als Frühlingsbeginn. In diesem Jahr war der astronomische Frühlingsanfang aber am 20. März und der Vollmond am Morgen des 21. März.

SPIEGEL: Astronomisch hätte Ostern also in diesem Jahr am 24. März stattfinden sollen.

Klews: Genau. Der Vollmond am 21. März galt aber kirchlich noch als Wintervollmond. Deshalb ist Ostern erst einen Monat später, nach dem nächsten Vollmond. Klar?

SPIEGEL: Selbstverständlich.

Klews: Sie können sich das mit

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2019.
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