Die Geschichte der Grundrente beginnt mit einem Unfall. Im Januar 2018 sitzt Annegret Kramp-Karrenbauer in ihrem Dienstwagen auf dem Weg nach Berlin. Noch ist sie Ministerpräsidentin des Saarlandes, sie pendelt in die Hauptstadt zu den Sondierungsgesprächen für die Große Koalition. Es ist spät in der Nacht, Kramp-Karrenbauer schläft auf dem Rücksitz. Als ihr Fahrer in einer Baustelle auf einen Lkw auffährt, erwacht sie von ihrem eigenen Schrei, so erzählt sie das später in einem Interview. Zur Behandlung muss sie ins Krankenhaus.

In Berlin übernimmt Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann jetzt die Verhandlungen in Sachen Rente. Der Wirtschaftsexperte ist Chef der Mittelstandsvereinigung der CDU, er hält wenig davon, Sozialleistungen allzu freigebig auszuweiten. Mit der SPD-Politikerin Andrea Nahles sucht er eine Lösung für eines der wohl heikelsten Themen: einen Rentenaufschlag für Kleinverdiener.

Schon zwei Bundesregierungen haben sich zuvor vergebens an dem Projekt versucht. Nahles und Linnemann

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 46/2019.
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