Katerina Harvati ist Leiterin der Paläoanthropologie am Senckenberg Zentrum an der von der Universität Tübingen. 

SPIEGEL: Die beiden Schädel, die Sie mit Kollegen aus Athen untersucht haben, wurden schon in den Siebzigerjahren in der Apidima-Höhle in Südgriechenland ausgegraben. Den Funden wurde nie große Bedeutung beigemessen. Nun leiten Sie daraus eine der wichtigsten paläoanthropologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre ab. Wie ist Ihnen das gelungen?

Harvati: Wir haben die Schädel, die nur teilweise erhalten und natürlich nicht unversehrt waren, zunächst mit einem Computertomografen durchleuchtet. Auf Grundlage der so gewonnenen Bilder haben wir die einzelnen Knochenfragmente virtuell im Rechner wieder zusammengesetzt, sodass wir die Schädel anschließend sehr präzise vermessen und mit anderen Fundstücken vergleichen konnten. Außerdem haben wir das Alter der Schädel genau bestimmt.

SPIEGEL: Mit welchem Ergebnis?

Harvati: Der besser erhaltene Schädel ist etwa 170 000 Jahre alt und stammt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2019.
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