Die Frau, die von ihren Leuten in diesen Tagen vor Journalisten abgeschirmt wird wie ein Popstar vor Groupies, legt vor dem Internationalen Pressezentrum im Brüsseler Europaviertel eine Pause ein. Mehrmals wirft Ursula von der Leyen ihre Arme um den Körper. "Ich brauche jetzt erst mal Bewegung", sagt sie.

Es ist kurz vor Mitternacht am Dienstag, und die Anwärterin auf den Präsidentenposten der EU-Kommission ist nach vielen Stunden am Schreibtisch und Telefon auf dem Weg zu ihrem Hotel. Es ist frisch, so spät am Abend, und die CDU-Frau trägt nur eine rosafarbene Strickjacke. Doch die Kälte scheint ihr nichts auszumachen, von der Leyen birst vor Energie und schwärmt vom neuen Job: Die jungen Leute, die für sie im Übergangsteam arbeiten, die Sprachen, das internationale Umfeld.

Nach den Jahren an der Spitze des steifen und skandalgeplagten Verteidigungsministeriums im Berliner Bendlerblock wirkt von der Leyen wie vor einem lange ersehnten Befreiungsschlag. Jetzt muss er nur noch gelingen. Von

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2019.
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