SPIEGEL: Herr Sieling, wozu braucht Deutschland ein Bundesland, das gerade einmal 680.000 Einwohner hat und hoch verschuldet ist?

Sieling: Bremen ist eines der Gründungsländer der Bundesrepublik Deutschland und der Föderalismus lebt von großen und kleinen Bundesländern. Wir haben unsere Finanzen in Ordnung gebracht und sind bereits in die Schuldentilgung eingestiegen.

SPIEGEL: Die Schulden betragen gut 30.000 Euro pro Kopf. Wäre Bremen ein Unternehmen, hätte es längst Insolvenz anmelden müssen, oder?

Sieling: Nein, im Gegenteil. In den letzten Jahren hatten wir immer ein hohes Wirtschaftswachstum, 2018 sogar das höchste der Nordländer.

SPIEGEL: Warum sind in Bremen dann viel mehr Menschen arbeitslos als anderswo?

Sieling: Man muss berücksichtigen, dass wir von einer Arbeitslosenquote von fast 17 Prozent kommen. Das liegt – wie in vielen anderen industriell geprägten Großstädten – unter anderem am Strukturwandel, den Bremen und Bremerhaven durchlaufen haben. Aber: Die Arbeitslosenquote ist in

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