Am Anfang kommen die Schüler noch gut mit: Thomas Felder erklärt den Drittklässlern, dass Schwäbisch nicht gesprochen, sondern "gschwätzt" werde. Auch dass es in der Mundart stärker auf das Hörverstehen ankommt als auf die Grammatik, leuchtet den jungen Zuhörern an der Grundschule Birkmannsweiler in Winnenden ein.

Doch als der Liedermacher mit den grauen Haaren zur Gitarre greift und den Kindern im breiten Dialekt das Lied vom listigen Fuchs vorsingt, der "aus em Wald" kommt, Gänse und Enten im "Schdall" stiehlt und sie bis "auf d'Knocha" abnagt, blickt er in fragende Gesichter.

Es sind "Heimattage" in der Grundschule im Stuttgarter Speckgürtel. Die knapp 60 Schüler haben schon eine Stadtrallye absolviert und Maultaschen zubereitet. Nun versucht Thomas Felder, ihnen singend den Dialekt näherzubringen. Der Erfolg hält sich vorerst in Grenzen: "Die Kinder hier verstehen besser Englisch als Schwäbisch", sagt die Schulleiterin nach der Stunde.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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