Choreografie vor der Dortmunder Südtribüne
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Choreografie vor der Dortmunder Südtribüne

Grindel-Sumpf

Beim DFB müssen endlich Profis ran

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DFB-Präsident als Ehrenamt? Das Modell hat ausgedient, der Verband ist vom Sportkapitalismus überfordert. Von Udo Ludwig

Am vergangenen Samstag, drei Tage bevor mit Reinhard Grindel schon wieder ein Präsident des Deutschen Fußball-Bundes am Ende war, zogen Anhänger von Borussia Dortmund auf der Südtribüne ihres Stadions meterhohe Stoffbahnen hoch. Bei der Choreografie waren ein Mann und ein Kind zu sehen. Darunter hatten die Fans ein Spruchband ausgerollt, auf dem stand: "Als Kind bin ich mit meinem Vater gekommen. Und der wurd auch schon von seinem mitgenommen" – es war ein monumentales Bild der Nostalgie.

Auf dem Rasen machten sich die Spieler warm. Der Wert des Kaders von Borussia Dortmund: mehr als 600 Millionen Euro. Der Verein spielte gegen den VfL Wolfsburg, der laut Schätzungen jährlich mit mehr als 50 Millionen Euro vom VW-Konzern am Leben gehalten wird.

In diesem Spannungsfeld – zwischen Familienfest und knallhartem Kapitalismus – bewegt sich der moderne Fußball. Eine Zeit lang sah es so aus, als könnte dessen Faszinationskraft der Kitt für eine Gesellschaft sein, die ihre Bindekräfte verloren hat,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 15/2019.
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