Ahnert, 67, erforscht seit fast vierzig Jahren die seelische und kognitive Entwicklung von Kindern zwischen Baby- und Schulalter. In Thüringen geboren, untersuchte sie in den frühen Achtzigerjahren als eine der ersten Wissenschaftlerinnen in Ost-Berlin, wie sich die Krippenerziehung der DDR auf die Kinder auswirkte. Mit ihren Studien dort – und später weltweit – trug sie maßgeblich dazu bei, dass Qualitätsstandards für die frühkindliche Betreuung gesetzt wurden. Zuletzt beschäftigte sich Ahnert als Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Wien mit der Rolle der Väter in der Beziehung zum Kind.

SPIEGEL: Frau Professorin Ahnert, wie beginnt das, was wir die kindliche Entwicklung nennen?

Ahnert: Wenn ein Kind auf die Welt kommt, zeigt es gleich eine besondere Vorliebe für seine Spezies, für die menschliche Stimme, das Gesicht. Von Tag eins an – und noch davor, in der Schwangerschaft – werden die Kinder durch die Beziehung zu den Menschen um sie herum geprägt.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 15/2019.
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