SPIEGEL: Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat einen "digitalen Klingelbeutel" erfunden: Man zahlt mit Karte. Damit niemand mehr Knöpfe spendet?

Germer: Nein, den Beutel gibt es ja immer noch. Es geht darum: Nicht mehr jede Bankfiliale nimmt heute Münzgeld, oder es kostet Gebühren. Außerdem wird ja überall mit Karte gezahlt. Wir denken, dass wir ein gutes Erprobungsfeld sind: eine Gemeinde in der Großstadt, viele Touristen, jährlich 1,3 Millionen Besucher.

SPIEGEL: Gottesdienstbesucher?

Germer: Nein, Kirchenbesucher. Zum Gottesdienst kommen etwa 50 000 im Jahr.

SPIEGEL: Spenden die Menschen weniger als früher? Sind sie geiziger geworden?

Germer: Meinem Eindruck nach geben sie nicht weniger. Und wenn das so wäre, dann nicht, weil sie geiziger geworden sind. Sondern weil sie weniger haben. Aber denken Sie an die Witwe in der Bibel, die nur zwei Scherflein gab: Weil sie arm ist, sagt Jesus, hat sie in Wahrheit mehr gegeben als die Reichen.

SPIEGEL: Wer mit Karte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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