Das Schmalz aus dem Ohr zu pulen wirkt eklig, wenn es der Sitznachbar im Zug tut. Macht man es selbst, ist es durchaus entspannend. Womöglich liegt das am Vagus-Nerv, der über einen Ast auch den äußeren Gehörgang versorgt. Seine Stimulation könnte beruhigend auf den ganzen Körper wirken. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung tiefer.

Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Martin Rupp aus Freiburg nennt das lustvolle Bohren sogar "Ohrmasturbation". In seinen 31 Berufsjahren hat Rupp unterschiedlichste Hilfsmittel kennengelernt, die dabei zum Einsatz kommen: Fingernägel, Stricknadeln, Stifte, Zahnstocher, Brillenbügel - und die unvermeidbaren Wattestäbchen.

Doch das Hantieren im Ohr kann gefährlich sein, warnt Rupp. Obwohl auf der Verpackung von Q-Tips steht "Nicht in den Gehörgang einführen!", schöben sich etliche Menschen die Wattestäbchen bis zum Trommelfell. Und "drücken damit das Schmalz noch tiefer in die Gehörgänge", sagt Rupp.

Der Einsatz der Wattestäbchen kann das Trommelfell perforieren,

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