Wolfram Pyta, Professor für Geschichte an der Universität Stuttgart und Autor der Biografie "Hindenburg. Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler", ist Spezialist für Gesellschafts- und Parteiengeschichte der Weimarer Republik.  

SPIEGEL: Hielten es die Deutschen nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg eigentlich für zwingend, die Monarchie abzuschaffen und eine Republik zu gründen?

Pyta: Deutschland hatte im Oktober 1918, kurz vor Kriegsende, ja bereits den Übergang zu einer parlamentarischen Monarchie vollzogen. Damit waren die verfassungspolitischen Forderungen selbst der Sozialdemokratie erfüllt. Deshalb war der spätere sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich Ebert im November 1918 auch gegen die Abschaffung der Monarchie. Gestürzt wurde die Monarchie vor allem, weil sie als Hindernis für einen schnellen Frieden mit den westlichen Kriegsgegnern angesehen wurde. Vor allem die US-Amerikaner drängten auf eine Änderung der Staatsform.

SPIEGEL: War das Volk von der Demokratie denn

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 5/2014.
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