Vor der Schule, über die es im Dorf Dabrun heißt, dass dort das Chaos herrscht, ist niemand zu sehen. Ein leerer Schulhof aus Beton, ein hellbrauner Klotz vor weiten Feldern, in den Fenstern hängen Papiersterne, als wäre noch Weihnachten.

Juliane Gucinski hatte sich lange gewünscht, dass ihre drei Mädchen auf diese Schule gehen. Gucinski, 36, war nach dem Abitur in Kanada, studierte in Jena, dann ging sie zurück nach Sachsen-Anhalt und sagte: „Hier.“ Der Landkreis Wittenberg bedeutet ihr bis heute viel. Hier ist sie aufgewachsen: die Elbe, die Wälder, die Dörfer. Gucinksi wollte einen Hof und eine Familie. Sie bekam beides.

Dann wurden die Töchter eingeschult, die erste im Jahr 2015. Sie kamen in die Grundschule in Dabrun. Seitdem fragt sich Gucinski, ob es richtig war, zurück in die Heimat zu gehen, in den Osten? Ist es für die Kinder das Beste, sie hier zur Schule zu schicken?

Um die Grundschule Dabrun machen sich viele Sorgen. Hier sind die Folgen des bundesweiten Lehrermangels zu spüren,

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