Sie wird auf der Ehrentribüne sein, bei den Majestäten und den Honoratioren; sie, die Umsiedlungsbeauftragte der RWE. Sie wird sich anschauen, wie die Menschen sich beim Schützenfest von dem Dorf verabschieden, das es nach dem Willen ihrer Firma bald nicht mehr gibt.

Elisabeth Mayers-Beecks hat den Auftrag, die Dinge so zu managen, dass die Leute sich zufriedengeben in Keyenberg und in den anderen vier Dörfern, die als letzte im Rheinland der Braunkohle weichen sollen. Von denen nichts übrig bleiben soll als ein riesiges Loch. Und irgendwann vielleicht ein See.

Das ist der Plan.

Das war der Plan.

Der Plan war, dass Bernd Pieper, Marita Dresen, Norbert Winzen und 1600 andere Menschen ihre Dörfer, Häuser, Kirchen, Gassen, Gärten, Bäume verlieren, dass sie sich umsiedeln lassen, murrend vielleicht, aber doch einigermaßen reibungslos wie fast 43 000 Rheinländer vor ihnen seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Es hat ja jahrzehntelang funktioniert. Braunkohle war unverzichtbar, so sah es die Wirtschaft,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2019.
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