Maguette Seck, 25, sitzt in einem Industriegebiet der italienischen Provinzhauptstadt Padua auf einer Bank. Er trägt zerrissene Jeans, die seine Knie entblößen. Auf dem linken Knie ist eine kleine Narbe zu erkennen. Seck sagt, die Narbe stamme aus Deutschland. Dorthin war er 2016 aus dem Senegal gekommen. "Aber als die Wachmänner in Bamberg versucht haben, mich zu töten, ging ich auch von dort weg", sagt er.

Fragt man Seck, was passiert sei, erzählt er folgende Geschichte: Am 27. September 2017 habe er in dem Bamberger Flüchtlingsheim in der Kantine zu Abend gegessen. Ein zweiter Senegalese namens Jean S. sei auch da gewesen. Nach dem Essen hätten sie etwas Brot eingesteckt, weil sie noch hungrig gewesen seien, obwohl sie gewusst hätten, dass es verboten war. Als Jean S. die Kantine verlassen wollte, habe ihn ein Wachmann am Kragen gezogen. Jean S. habe das Brot nicht herausgeben wollen. Er habe sich gewehrt und versucht, den Wachmann zu schubsen. Da habe ihm ein anderer Wachmann Pfefferspray

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