SPIEGEL: Frau Krahé, wie definieren Sie sexuelle Gewalt?

Krahé: Die allgemeine Definition lautet, dass eine Person gegen ihren Willen zu sexuellen Kontakten gezwungen wird. Dann kann man noch einmal differenzieren, auf welche Art und Weise dieser unfreiwillige Kontakt zustande kommt. Durch die Androhung oder den Einsatz von körperlicher Gewalt zum Beispiel. Oder indem man die Wehrlosigkeit einer Person ausnutzt, die betrunken ist oder Drogen genommen hat. Dann gibt es noch den Einsatz von verbalem Druck, also Drohungen, die Beziehungen zu beenden oder Gerüchte über jemanden zu verbreiten.

SPIEGEL: Wo ziehen Sie die Grenze zwischen sexueller Gewalt und sexueller Belästigung? 

Krahé: Das ist zumindest für unsere Arbeit relativ einfach. Sexuelle Gewalt bezieht immer einen direkten Körperkontakt mit ein. Sexuelle Belästigung kann auch sein, dass ich jemandem unerwünscht Pornobilder schicke oder sie oder ihn zwinge, nackte Bilder in meinem Büro anzugucken.

SPIEGEL: Und der berüchtigte Klaps auf

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