Klingholz, 65, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, hat mit seinem Team eine neue Studie zur Bevölkerungsentwicklung in Afrika erstellt. Auftraggeber der Analyse, die am 12. Juni präsentiert wird, ist das Auswärtige Amt.

SPIEGEL: Herr Klingholz, die Weltbevölkerung könnte früher schrumpfen als lange Zeit erwartet, schon in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Warum bildet der afrikanische Kontinent eine Ausnahme?

Klingholz: In weiten Teilen Afrikas sehen wir einen fatalen Kreislauf aus schleppender Entwicklung, Verteilungskonflikten und anhaltend hohen Kinderzahlen.

SPIEGEL: Auch in den Ländern südlich der Sahara ist die Kinderzahl pro Frau doch in den vergangenen 50 Jahren von sieben auf fünf gesunken.

Klingholz: Das reicht aber bei Weitem nicht, der Rückgang vollzieht sich in den meisten der 54 afrikanischen Ländern nur sehr langsam. Selbst drei oder vier Kinder pro Frau bedeuten ja immer noch ein anhaltendes, starkes Wachstum.

SPIEGEL: Was sind die Gründe?

Klingholz:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2019.
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