Ein Mann in weißem Kittel, das Stethoskop um den Hals, den Rezeptblock in der Hand – so präsentiert sich die Website des Schmerzmittels Oxycontin. Blau springt der Werbespruch hervor: "Es gibt viel zu beachten, wenn man ein Opioid mit Depotwirkung verschreibt." Es folgen Warnungen vor Sucht, Missbrauch, Lebensgefahr. Die Botschaft in Bild und Wort ist eindeutig: Achtung! Vorsicht! Alarm!

Als die kleinen runden Pillen Mitte der Neunzigerjahre in den USA eingeführt und wie Heilsbringer auf den Markt geschleudert wurden, klang das ganz anders: "A drug to start with and to stay with" – ein Medikament, um damit anzufangen und dabeizubleiben.

Mittlerweile steht fest, dass sich diese Formel auf tragische Weise verwirklicht hat: 72 000 Drogentote verzeichnete die amerikanische Seuchenzentrale CDC für das vergangene Jahr. Fest steht auch, dass verschreibungspflichtige Opioide wie Oxycontin zu dieser Statistik einen verheerenden Beitrag liefern: Drei von vier Heroinabhängigen, die nach 2000 süchtig

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 6/2018.
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