Im Frühjahr 1985 hörte John Kerry, Senator für Massachusetts, von einem brisanten Gerücht: Die nicaraguanischen Contras, konterrevolutionäre Rebellen, die auch vor Anschlägen auf Zivilisten nicht zurückschreckten, seien am Drogenschmuggel in die USA beteiligt. Kerry, später demokratischer US-Außenminister und Präsidentschaftskandidat, muss sofort klar gewesen sein, was diese Behauptung bedeutete.

Seit Beginn der Achtzigerjahre überschwemmte Kokain aus Zentralamerika die Städte im Süden der USA. Präsident Ronald Reagan hatte die Bekämpfung der Drogenmafia, den "War on Drugs", zu einem Kernziel seiner Politik gemacht. Sein Vizepräsident George H. W. Bush hatte nicht nur die U. S. Army, sondern auch den Auslandsgeheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) in den Kampf gegen die Schmugglerbanden einbezogen.

Und nun sollte dieser Schmuggel nicht nur von kolumbianischen Drogenkartellen organisiert sein, sondern auch von den Contras? Diese paramilitärische Widerstandsgruppe kämpfte in Nicaragua

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 5/2019.
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