Ein deutsches Kind kommt von der Schule und klagt über Kopfschmerzen. Die Eltern laufen hin und fragen: "Wo genau tut's denn weh?" Hat ein italienisches Kind die gleichen Kopfschmerzen, nimmt seine Mutter es vor allem auf den Schoß, tröstet das Kleine und gibt ihm einen Kuss. Noch anders in der Türkei: Klagt dort ein Kind über Schmerzen, ist die typische Reaktion vor allem: "Du bist krank, dein Körper ist geschwächt." Philippinische Eltern mit traditionellen Werten wiederum erklären bei Schmerzen und Krankheiten: "Nur Gott kann dir wirklich helfen. Stell eine Kerze am Jesus-Bild auf und bete."

"Jede Kultur reagiert anders auf Schmerzen und Krankheit. Wie wir Schmerz äußern und bewältigen, hängt von unserer Erziehung, unseren Werten, unserer Kultur ab", sagt der Ethnomediziner Norbert Kohnen, der seit Jahrzehnten Schmerz und Krankheit rund um den Globus erforscht - und diese Beispiele zusammengetragen hat.

Tatsächlich bestimmen längst nicht nur körperliche Signale, wie wir Schmerz

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