Eins muss man Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) lassen: Sie gibt nicht so schnell auf. Als sie im vergangenen November die Idee formulierte, eine Abgabe auf Treibhausgase zu erheben, holte sie sich erst mal eine Abfuhr. Nicht nur der Koalitionspartner, auch die Leute in ihrer eigenen Partei gingen auf Distanz. Zu groß war die Angst vor französischen Verhältnissen, wo sich die Proteste der Gelbwesten an einem Aufschlag auf Sprit entzündet hatten.

Vor zwei Wochen startete die Sozialdemokratin einen neuen Versuch via SPIEGEL-Gespräch. Der Ausstoß von CO2 müsse bepreist werden, sagte sie, ermutigt von den Demonstrationen der "Fridays for Future"-Bewegung und einer davon neu entfachten Debatte um mehr Klimaschutz. Ihr Kalkül ist aufgegangen, zumindest was die öffentliche Diskussion angeht. Unternehmensführer, Wirtschaftsverbände, Verbraucherschützer und Politiker haben sich inzwischen dazu geäußert.

Diesmal ist die Sache nicht einfach so weggeputzt worden wie bei Schulzes erstem Versuch.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 19/2019.
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