Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten und seine Tochter hatte gerade weltweit für Entsetzen gesorgt, die Opfer lagen noch schwer verletzt im Krankenhaus, da machten sich die digitalen Detektive an die Arbeit. Die Ermittler durchforsteten Datenbanken, untersuchten Reisebewegungen, glichen Fotos ab. Nach gut einem halben Jahr präsentierten sie die Namen der mutmaßlichen Täter, die im britischen Salisbury einen von den Briten geworbenen Ex-Spion des russischen Militärgeheimdienstes GRU mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet hatten: Sergej Skripal.

Doch es waren nicht Behörden, die die Hintergründe der Geheimdienstoperation aufklärten. Das übernahmen Mitarbeiter des Recherchekollektivs "Bellingcat". Sie identifizierten die Tatverdächtigen als mutmaßliche Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU.

Die Rechercheure von Bellingcat sind Spezialisten für die Enttarnung russischer Geheimdienstler. Sie kamen auch schon GRU-Leuten auf die Schliche, die für Operationen in Bulgarien

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 5/2019.
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