Als Konrad Adenauer vor gut 60 Jahren das deutsche Rentensystem schuf, traute er der Sache nicht. "Was ist, wenn's schiefgeht?", fragte er seine Berater. Halb so schlimm, beruhigten sie ihn: "Dann sind Sie nicht mehr Bundeskanzler."

Nach uns die Sintflut – das war schon immer das Motto, wenn es um das Altersgeld ging. "Die Rente ist sicher", plakatierte einst Norbert Blüm, bevor das System in den Neunzigerjahren in eine erste Krise geriet. Von "Vertrauen" und "gesellschaftlichem Zusammenhalt" spricht nun auch sein Amtsnachfolger Hubertus Heil, obwohl alle wissen, dass der sogenannte Generationenvertrag schon bald vor einer weit größeren Zerreißprobe steht. Wenn nichts passiert, steht Deutschlands wichtigste Sozialkasse in 15 Jahren vor der Pleite. So hat es erst vor wenigen Wochen die Bundesbank vorgerechnet.

Dabei geht es nur am Rande um die neue Grundrente, auf die sich die Große Koalition am Wochenende geeinigt hat. Ein Zuschlag für langjährige Geringverdiener könnte durchaus sinnvoll

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