Es gibt eine Person, an der sich das ganze Elend der deutschen Autoindustrie erzählen lässt. Sie heißt Wan Gang, 67 Jahre alt, chinesischer Staatsbürger und ehemaliger Wissenschaftsminister des Landes. Seine Karriere begann in Clausthal-Zellerfeld, wo Wan 1985 Antriebstechnik studierte, schließlich promovierte. Er ging zu Audi nach Ingolstadt und arbeitete sich dort hoch, bis ins mittlere Management der VW-Tochter.

Aus dem früheren Audi-Manager wurde Chinas wichtigster Automann. Wan Gang ist der Architekt der Elektroauto-Revolution im Reich der Mitte. Er sorgte dafür, dass China den Deutschen bei der Antriebstechnik der Zukunft heute weit voraus ist. Und das kam so: Ende der Neunzigerjahre bekam Wan in Deutschland Besuch aus der Heimat, von der damaligen Wissenschaftsministerin. Sie fragte ihn, ob er nicht zurückkommen wolle. Einmal lehnte er ab. "Doch beim zweiten Mal konnte ich nicht mehr Nein sagen", sagt er heute, mit einem sanften Lächeln.

Die kommunistische Führung in Peking

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