Dienstags und donnerstags wird bei Ursula Kurze Fleisch angeliefert. Dann ist in ihrem winzigen Supermarkt im Erzgebirge großer Betrieb: Kunden holen vorbestellte Rouladen ab, erkundigen sich nach Hackepeter oder nehmen spontan Paprikawürste mit. Was Kurze nicht in ihren kleinen Kühlvitrinen hinter der Ladentheke aufbewahren kann, lagert im Keller, der über eine steile Treppe zu erreichen ist.

"Früher hatte ich eine Wursttheke, die war drei Meter lang", erinnert sich Kurze bei einem ihrer Treppengänge. Die gebürtige Erzgebirglerin arbeitet seit mehr als 50 Jahren im selben Gebäude, in der Gemeindestraße 11 in Bermsgrün. In der DDR fand man unter dieser Anschrift einen 160 Quadratmeter großen Supermarkt. Dort wurde Kurze nach ihrem Schulabschluss für 267 Ost-Mark im Monat als Auszubildende angestellt. Seitdem hat sie dort jeden Tag Waren verkauft - und dabei zwei Staaten und drei Währungen erlebt.

"In der DDR war der Beruf aufwendiger, weil es sehr viel lose Ware gab. Zucker kam in Säcken,

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