Eigentlich ist der TuS Weinböhla in Sachsen stolz auf seinen Kunstrasenplatz, der vor drei Jahren gebaut wurde. Mehr als 800.000 Euro hat die Anlage gekostet. Der Verein musste einen Kredit aufnehmen, um den Eigenanteil zu finanzieren. Gut angelegtes Geld, fand Vereinsvorstand Lothar Kaden: "16 Mannschaften trainieren dort."

Nun allerdings beschleichen Kaden Zweifel an dem Investment. Über den Fußballverband erfuhr er von Plänen in Brüssel. Die EU gehe gegen Mikroplastik vor. Schon bald könne sein Platz geschlossen werden. "Das wäre eine bodenlose Frechheit", schimpft er.

Aufruhr herrscht nicht nur im Elbtal, sondern im gesamten Amateurfußball. Überall haben Vereine für moderne Kunstrasenplätze gekämpft. Sie gelten als robust und auch im Winter bespielbar. Rund 5000 Plätze gibt es mittlerweile, schätzt der Deutsche Fußball-Bund (DFB). 300 kommen pro Jahr dazu.

Doch was die Sportler freut, ist nicht gut für die Umwelt. Die Plätze sollen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Mikroplastik

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 32/2019.
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